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Wichtig war mir auch, ein Herstellungsverfahren zu entwickeln, welches die Beschränkungen des Bronzegusses aufhob.
Zufriedenstellend war am Ende ein galvanisches Verfahren, mit dem ich fast jedes Metall für die Skulpturen nehmen konnte.
Und das bei außerordentlicher Material- und Kostenersparnis und gleichzeitig hoher Wiedergabequalität des Entwurfes. "Oskar" war die erste Figur dieser Werkgruppe, bei der ich das Verfahren im Griff hatte.
So wirds gemacht:
1. Ein aus einem beliebigen Material modelliertes Objekt.
2. Herstellung einer zweiteiligen Silikonform als Negativ.
3. Ausgießen der Silikonform mit Wachs - Objekt als Positiv
4. Überziehen des positiven Wachsobjektes mit leitfähigem Material (Carbonspray)
5. Wahl eines beliebigen lösbaren Metalls (fast alle Metalle sind lösbar)
6. Mittels elektrolytischer Galvanisierung wird auf das leitfahige Objekt eine dünne Metallschicht aufgalvanisiert
7. Der Wachskörper wird ausgeschmolzen, so daß man eine sehr detailgetreue, hohle, dünne Form des Objektes hat
8. Das noch dünnwandige Objekt wird mit der Außenschicht in Wachs getaucht um die äußere Schicht elektrisch zu isolieren.
9. Ein weiteres galvanische Bad, welches Material nur auf der Innenseite des Objektes zur Verstärkung der dünnen Schicht ablagert.
Am Ende dieses Verfahrens habe ich eine aus beliebigem Metall hergestellte Figur von hoher Detailtreue. Zu Kosten, die ca. 50% eines vergleichbaren Gußverfahrens ausmachen und ca. 70% weniger Material und Energie verbrauchen.